3. Rheinauer Solarfest 2006
 
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3. Rheinauer Solarfest 2006

Sonne pur zum großen Solarfest

Das 3. Rheinauer Solarfest fand am 12. Juni 2006 in Rheinau-Holzhausen statt.

Die Sieger des Rheinauer Solarpreises 2006 (von links): Rheinaus Vertreter des Fördervereins Rudolf Höhn, Hans Kleinmann, Geschäftsführer der Firma RMA, Herbert Fischer und Werner Reiter

 

Sonne pur gab es passenderweise beim dritten Solarfest in Rheinau-Holzhausen am Sonntag. Die Möglichkeit, diese Energie nutzbar zu machen, die Umwelt zu schonen und dennoch warm in der Stube zu haben, ist das Anliegen des Fördervereins Zukunftsenergien SolarRegio Kaiserstuhl e. V. Projektgruppe Rheinau.

Der vom Förderverein Zukunftsenergien SolarRegio, Projektgruppe Rheinau, ausgegebene "Rheinauer Solarpreis" ging als Vertreter der Industrie an die Firma RMA in Rheinbischofsheim. Deren Betriebsleiter Hans Kleinmann war selbst Initiator einer 165 Kilowatt großen Anlage und nahm den Preis entgegen, der außer der Urkunden ein von Kindern des Linxer Kindergartens gemalten Bildes einer Solaranlage bestand. Hubert Fischer aus Rheinbischofsheim wurde für die Modernisierung seines Hauses mit vorbildlicher Nutzung alternativer Energienutzung mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Rang zwei belegte die Familie Sänger vom Landwirtschafbetrieb in Linx vor der Familie Reiter aus Honau.
Den Energiecheck hat Willi Schneider, der derzeitige Pfarrer von Rheinbischofsheim, gewonnen. Über kostenlose Thermo-Aufnahmen an seinem Haus kann sich Georg Friedmann aus Freistett freuen.
"Die Sonne schickt keine Rechnung" - dieser Satz von Franz Alt ist in der Praxis allgegenwärtig, wurde auch beim Solarfest deutlich. Der Förderverein Zukunftsenergien SolarRegio mit Sitz am Kaiserstuhl wird in Rheinau durch die Projektgruppe von Rudolf Höhn mit großem Ehrgeiz betrieben. Der Vorsitzende Klaus Bindner dankte seinem Rheinauer Projektgruppenleiter Höhn dann auch
für dessen Engagement, denn in Zeiten, in denen die Häuslebesitzer mit Infos zu altemativen Heizsystemen geradezu überschüttet werden, habe es der Förderverein nicht leicht, lnteresse zu wecken.
Auch beim dritten Rheinauer Solarfest in Holzhausen dauerte es eine ganze Weile, bisdas Fest in die Gänge kam. Für Urlauber Meinhard Oberle war Stellvertreter Bernd Keck anwesend, Dieter Hengherr vertrat die SPD-Bundestagabgeordnete Elvira Drobinski-Weiß. Für die CDU war die stellvertretende Kreisvorsitzende Rita Ziegler-Doninger gekommen. "Bei unserem Solarfest scheint
immer die Sonne", betonte Bernd Keck, der feststellte, dass Rheinau im Ortenaukreis die Nummer eins in der Solarnutzung ist und stets die Zukunft im Auge habe, auch wenn man bundesweit von Platz 91 wieder ein Stück nach hinten gerutscht sei. Uwe Hengherr hatte die schriftliche Stellungnahme von Elvira Dobrinski-Weiß verlesen und forderte auf: "Lasst die Sonne in die Steckdosen".
Den "schönen Worten von Politikern" hielt Klaus Binder entgegen, dass sie Verhinderer von alternativen Energiesystemen, insbesondere der Windenergie zu sein. "Nur da, wo Bürgermeister und Gemeinderäte die Förderung neuer Energiequellen unterstützen, geht es vorwärts", so der Vorsitzende des Fördervereines. Noch härter ins Gericht mit Politikern und Behörden ging Manfred Lüttke. Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg und leidenschaftlicher Unterstützer der etwa 1500 Wasserkraftanlagen in Baden-Württemberg hat
außerdem noch die Fischereiverbände und Umweltschützer im Visier, weil sie den weiteren Bau von Wasserkraftwerken verhindern.
"Bei optimaler Nutzung der Wasserkraft könnten bis zu drei Atomkraftwerke ersetzt werden", so Lüttke. Die Gefährdung der Fischelässt er nicht gelten. "Viel größer ist der Schaden, der die industrielle Nutzung der Gewässer verursacht", so der leidenschaftliche Kämpfer
.
Vom Eierproduzent und Getreidehändler zum Vertreter der Sonnenenergie, so Eckard Aßmus, das Holzhäuser Eigengewächs.
"Energie ist das Gold des 21. Jahrhunderts", so seine These, und dabei hat er ganz die Sonne im Focus. Selbst Betreiber mehrerer Photovoltaikanlagen rechnete er vor, dass fossile Brennstoffe nicht unendlich sind, die Sonnennutzung eine Alternative ist, die sich rechnet.
Dabei zeigte er sehr deutlich den Unterschied zwischen Idealismus und Rentabilität auf. Anhand von Beispielen erklärte er, dass Strom aus der Sonne nur dann gewinnbringend genutzt werden kann, wenn alle Faktoren stimmen. Dabei ist die Ausrichtung einer Solaranlage zur Sonne hin wichtigstes Kriterium. Nicht verschwiegen hat er dabei, dass bei der Fremdfinanzierung die "fetten Jahre" vorbei sind; er empfahl, kritisch bei der Auswahl der Berater zu sein.
"Man muss die Zeichen der Zeit erkennen", mit dieser Feststellung schuf Eckardt Aßmus den Übergang zum dritten Referat, das Daniel Benz und Niko Pischke hielten. "Idee deren Zeit gekommen ist" betitelten sie ihr Angebot. Zwar Vertreter kommerzieller Energienutzung, war ihr Beitrag dennoch höchst interessant und sorgte für rege Zuhörerfragen. Man nimmt die Sonnenenergie zur Stromerzeugung, kombiniert sie mit der thermischen Nutzung und dann kommt das heraus, was sie unter dem Slogan "„Um Lichtjahre voraus" verteiben. Die Sonne ist der Grundstoff, sie erhitzt Thermoöl in Kollektoren auf bis zu 300 Grad. Damit wird wiederum Wasser erhitzt, dessen Dampf eine Turbine antreibt, die Strom erzeugt. Ihr Vergleich zur reinen Photovoltaikanlage war, wenn auch tuerer, überzeugend. Gastgeber Rudolf Höhn stellt aber die Frage: "Ob das das Ei des Kolumbus ist muß sich erst zeigen.'
Mit "fetzigen" Musikstücken unterhielten die "Rheinauer Tastenkids" am Nachmittag die Festbesucher.

Josef Budai im Acher-Bühler-Boten vom 13.06.2006

 

Für musikalische Unterhaltung sorgten die Rheinauer Tastenkids unter Leitung von Helmut Lind.
Von links: Ronja Lind, Drummer Ralph Schank, Sarah Kühl

 

 

»Die Sonne schickt keine Rechnung«, hat der bekannte Journalist Franz Alt einmal gesagt. Die Projektgruppe Rheinau des Fördervereins »Zukunftsenergien Solar-Regio Kaiserstuhl« widmet sich mit großen Ehrgeiz dem Ziel, die Nutzung der Sonnenenergie populärer zu machen. Fördervereins-Vorsitzender Klaus Bindner dankte am Sonntag beim Solarfestes in der Festhalle Holzhausen Projektgruppenleiter Rudolf Höhn für dessen Engagement, denn in Zeiten, wo Hausbesitzer mit Infos zu alternativen Heizsystemen geradezu überschüttet werden, hat es der Förderverein nicht leicht, Interesse zu wecken. So dauerte es auch eine ganze Weile, bis das Fest in die Gänge kam.
Nummer 1 im Kreis
Rheinau sei inzwischen in der Ortenau die Nummer eins in der Solarnutzung, stellte Bürgermeister-Stellvertreter Bernd Keck fest. Die Stadt habe stets die Zukunft im Auge, auch wenn man in der »Solar-Bundesliga« von Platz 91 wieder ein Stück nach hinten gerutscht ist.
Auch politische Prominenz war zum Fest gekommen. Für die CDU war die stellvertretende Kreisvorsitzende Rita Ziegler-Doninger anwesend, für die SPD vertrat der Kehler SPD-Vorsitzende Uwe Hengherr Bundestagsabgeordnete Elvira Drobinski-Weiß. »Lasst die Sonne in die Steckdosen«, forderte Drobinski-Weiß in ihrem Grußwort.
Dagegen hielt Klaus Binder den Politikern vor, Verhinderer von alternativen Energien, vor allem der Windenergie zu sein. »Nur da, wo Bürgermeister und Gemeinderäte die Förderung neuer Energiequellen unterstützen, geht es vorwärts.«
Manfred Lüttke, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden Württemberg, forderte den weiteren Ausbau der Wasserkraftnutzung im Land. »Bei optimaler Nutzung der Wasserkraft könnten bis zu drei Kraftwerke ersetzt werden«, so Lüttke. Die Gefährdung der Fische sei viel geringer als der Schaden, den die industrielle Nutzung der Gewässer verursacht, schrieb er nicht zuletzt auch Fischereiverbänden und Umweltschützern ins Stammbuch.
Alles muss stimmen
Sonnennutzung sei eine Alternative, die sich rechnet, so die These von Eckard Aßmus, selbst Betreiber mehrerer Fotovoltaikanlagen. Allerdings müssten alle Faktoren stimmen, etwa die Ausrichtung einer Solaranlage zur Sonne. Er betonte auch, dass bei der Finanzierung die fetten Jahre vorbei sind, und empfahl, kritisch bei der Auswahl der Berater zu sein.
»Ideen, deren Zeit gekommen ist« betitelten Daniel Benz und Niko Pischke ihren Vortrag. Zwar Vertreter kommerzieller Energienutzung, war ihr Beitrag dennoch höchst interessant und sorgte für rege Zuhörerfragen. Ihr Rezept: Die Sonne erhitzt Thermo-Öl in Kollektoren; damit wird wiederum Wasser erhitzt, dessen Dampf eine Turbine antreibt, die Strom erzeugt.

Pressebericht in der "Acher-Rench-Zeitung"